Tipps und Tricks,  Wolfkisses

Ich bin Autor. 3 Monate später.

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In der letzten Zeit läuft es bei mir.

Ich habe jeden Tag Zeit mindestens eine Stunde an dem Manuskript von Wolfkisses zu arbeiten und es gibt wirklich liebe Menschen in meiner Umgebung, die mich da unterstützen.
In meinem Beitrag „Was ich im Umgang mit andern Autoren gelernt habe“ hab ich ja schon einiges angesprochen. Heute ein paar Monate später möchte ich euch über die Spätfolgen berichten.

Ich möchte euch erzählen, was passiert ist, seitdem ich mich selbst als Autor bezeichne.

Am Anfang war es wirklich schwer.

Ich bin Autor, was jetzt?

Das ging wohl schon aus der Körpersprache hervor, denn als ich irgendwann zum ersten Mal frech zu jemanden sagte: „Ich bin Autor, ich muss das wissen.“ Die Antwort ein Augenrollen, und ich konnte regelrecht sehen wie sie dachte: “Wie kann sie sich als Autor bezeichnen? Die sitzt doch eh nur vorm PC und tut nichts.”

Gleiche Person rollt übrigens immer noch mit den Augen, wenn das Gespräch in diese Richtung geht.

Aber hey! Fuck off!

Diese Menschen wird es wohl immer geben.

Aber was ist noch passiert?

Aus meinem Hobby im stillen Kämmerchen wurde eine ernstzunehmende Schreibroutine. Ich habe mit meiner Umgebung offen komuniziert, was es bedeutet ein Buch zu schreiben, den Plot auszuarbeiten, die Rohfassung zu erstellen, es zu überarbeiten, Feedback einzuholen, Lektorieren zu lassen, das ganze ins Korrektorat zu geben. Wisst ihr, was meine Mutter zu mir sagte, als sie das erst einmal umrissen hat?

„Das ist ja echt Arbeit!“

Aber sie ist eh die Beste:

Sie las in den Todesanzeigen von einem Unternehmer und Autor der gestorben war und ihre Worte: „Hey das könntest du sein.“
Danke Mutti, ich würde es bevorzugen die nächsten Jahrzehnte nicht durch meinen Tod in die Zeitung zu kommen.

Makaber aber wisst ihr was, sie hat mich als Autoren anerkannt.

Sogar noch mehr, mein Vater erzählt ebenfalls hin und wieder stolz, dass seine Tochter schreibt.

Der härteste Kritiker, mein Mann.

Es hat etwas gedauert, bis ich mein System gefunden habe, aber mittlerweile bin ich ziemlich im Flow. Mein Mann, der eigentlich nichts als Arbeit ansieht, was kein Geld bringt, hat mich als Workaholic bezeichnet. Was mich freut, aber bei weitem nicht zutrifft, mich aber weiter motiviert hat.

Im Moment arbeite ich zwischen 10 und 15 Stunden die Woche an meinem Projekt, dass ich langsam der Phase der Testleser nähert.

“Wenn du dich so weiter steigerst hast du bald einen Vollzeitjob.” War die Antwort einer lieben Freundin.

Als eine Person, die nie ein super Durchhaltevermögen hatte oder gar Ehrgeiz ist beides zu mir gekommen, wie von selbst. Von verschiedenen Seiten, sowohl im Internet, als auch von einer lieben Künstlerin hier aus dem Dorf höre ich, dass ich im Moment ein wenig ihr Vorbild bin.

Auch beim Hundespaziergang. Wir sprachen über irgendwas, dass ich gerade für das Buch erledigte, und dass es für Außenstehende nicht nach viel aussieht. Meine Begleitung zuckte mit den Schultern und sagte ganz wie von selbst: “Das ist dein Job, das gehört dazu.”

Was das mit mir macht?

Es ist unglaublich gut für das Selbstbewusstsein. Es puscht mich weiter. Da gibt es Menschen die gut finden, was ich mache und die mir das offen sagen. Das können sie übrigens nur, weil auch ich offen kommuniziert habe.

Mittlerweile hab ich meine Lektorin gefunden. Eine vielbeschäftigte Frau, von deren Qualitäten ich allerdings überzeugt bin. Ende Februar wird Wolfkisses ins Lektorat gehen und mit dem Abstand von 6 Monaten zu meiner Geschichte und Nina Hasses Hilfe werde ich das Beste daraus hervorlocken.

Das Ganze hatte übrigens nicht nur Konsequenzen für das Schreiben, sondern für mein ganzes Sein.

Ich gehe aufrechter, verstecke mich weniger. Mittlerweile Packe ich Dinge an, die ich sonst auf die lange Bank geschoben hätte. Ich habe das Gefühl, dass es meinem Kopf besser geht.

Ich bin jetzt schon super nervös, aber auf eine gute Art und ich kann jedem nur empfehlen stolz auf das zu sein, was er schafft. Egal ob er schreibt oder Strickt, egal ob er das als Hobby macht oder davon leben möchte. Seid stolz auf euch!

 

 

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